MT Dialog aktuell

COVID-19: Assoziation mit Autoimmunerkrankungen?

Birgt eine überstandene COVID-19-Infektion ein erhöhtes Risiko für Autoimmunerkrankungen? Dieser Frage sind deutsche Wissenschaftler mit der Analyse von umfangreichen Krankenversicherungsdaten nachgegangen. Dies ist eine der ersten großen kontrollierten Kohortenstudien zu diesem Thema.

Humane Papillomviren: Impfquote steigt

50 Prozent der Mädchen und 25 Prozent der Jungen im Kinder- und Jugendalter bis 14 Jahren vollständig gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft. 63,3 Prozent der Mädchen und 37,2 Prozent der Jungen haben mindestens eine Impfung erhalten. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Deutsche Diabetes Gesellschaft warnt vor versteckter Diabetes-Pandemie

Diabetes mellitus ist global auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Lancet-Studie prognostiziert nun, dass sich die Erkrankungszahlen für Diabetes Typ 1 bis 2040 von etwa 8,4 Millionen auf bis zu 17,4 Millionen verdoppeln könnten. Die Studie gibt 201 Ländern konkrete Zahlen zu ihrer derzeitigen nationalen Diabetes-Lage an die Hand und legt eine Basis für gesundheitspolitisches Handeln.

Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten

Am 30.1. ist der Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten. Sogenannte „Neglected Tropical Diseases“ (NTDs) betreffen mehr als eine Milliarde Menschen und fordern jedes Jahr Hunderttausende Todesopfer aufgrund von schweren Erkrankungen wie Flussblindheit oder Schlafkrankheit, Dengue-Fieber, oder Lepra.

Neue Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 19.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er gehört nach wie vor zu den tödlichsten Tumorarten. Trotz aller Erfolge in der Krebsforschung gibt es bisher nur unzureichende Behandlungsmöglichkeiten. Doch es gibt neue Ansätze.

COVID bei Krebserkrankung: Blutplasma von Genesenen hilft

Krebspatienten, die aufgrund schwerer COVID-Symptome stationär aufgenommen werden mussten und direkt das Blutplasma genesener Personen erhielten, hatten bessere Chancen, die schwere Infektion zu überleben, als nicht mit Plasma behandelte Krebspatienten. Zudem verbesserte sich ihr Zustand schneller wieder. Das hat jetzt eine multizentrische RECOVER-Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) gezeigt.

Unklares Anfallsleiden: Diagnostik künftig daheim?

Menschen mit unklaren Anfallsleiden soll künftig eine Diagnostik zu Hause ermöglicht werden, anstelle eines mehrtägigen Krankenhausaufenthaltes. Das vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unterstützte Forschungsprojekt ist jetzt an der Berliner Charité gestartet. Übergeordnetes Ziel ist die Verlagerung von bisher stationären Leistungen in den ambulanten Sektor.

Zoonosen: Essverhalten von Wildfleisch ändern?

Zoonosen sind eine große Gefahr, wie SARS-CoV-2 einmal mehr gezeigt hat. Das Essen von Wildtierfleisch gilt dabei als einer der großen Risikofaktoren für das Ausbrechen. Lässt sich dieser Konsum Richtung weniger risikoreichen Verhaltens steuern?

Lieferengpässe: Pharmaindustrie fordert Reformen

Experten aus der pharmazeutischen Industrie fordern Reformen, um Lieferengpässe bei Arzneimitteln künftig möglichst zu vermeiden. In einem Fachgespräch im Gesundheitsausschuss machten sie jetzt deutlich, dass unter anderem die restriktiven Preisvorgaben ein Problem sind. Auch Apotheker sehen die Lage kritisch.

Neuer Ansatz gegen antibiotikaresistente Keime

Weil die Entwicklung neuer Antibiotika sehr aufwendig ist, wollen Forschende aus Paderborn bestehende Antibiotika modifizieren, um Resistenzen zu überwinden oder zu umgehen. Ziel ist es, resistente Keime mithilfe von DNA-basierten Nanoantibiotika zu bekämpfen 

Warum Immuntherapien bei Hirntumoren häufig scheitern

Krebs-Immuntherapien scheitern oft daran, dass die Abwehrzellen durch immunsuppressive Bedingungen im Tumor ausgebremst werden. Wissenschaftler aus Heidelberg, Mannheim und Tel Aviv zeigen nun an Gewebeproben von Patienten sowie an Tumormodellen in Mäusen, dass die Funktionsfähigkeit der Immunabwehr entscheidend von bestimmten Helferzellen abhängt.

Erst Influenza, dann Alzheimer?

Menschen, die bestimmte Virusinfektionen durchmachen, weisen bis zu 15 Jahre nach der Infektion ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen auf. Zu diesem Schluss kommen Forschende anhand einer Datenanalyse von zwei Biodatenbanken aus Finnland und dem Vereinigten Königreich. Ein kausaler Zusammenhang fehlt allerdings.  

MT im Dialog 02/2023

Die Ausgabe 02/2023 der MT im Dialog erscheint offiziell Anfang Februar. Zahlreiche Artikel greifen das Schwerpunktthema Qualität auf.