Das Berufsbild MTLA...

Medizinisch-technische LaboratoriumsassistentInnen (MTLA) führen selbstständig und eigenverantwortlich die notwendigen laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen durch, die von Ärzten für die Krankheitserkennung, -behandlung und -vorsorge benötigt werden. Circa 70% aller Diagnosen werden auf der Grundlage der laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen gestellt.

Die Aufgabengebiete der MTLA sind sehr breit gefächert und werden in vier große Fachgebiete eingeteilt, die sich nochmals in spezielle Fachteile untergliedern.

In jedem der Fachgebiete werden laboratoriumsmedizinische Untersuchungen mit verschiedensten Analysentechniken, die von einfachen Farb- oder Trübungstests bis zu hochkomplexen molekularbiologischen Untersuchungsgängen reichen, durchgeführt.

Diese Analytik ist durch unterschiedlichste Qualitätssicherungsmaßnahmen in ein Qualitätsmanagementsystem eingebunden, dass durch MTLA auf- und ausgebaut wird. Dabei kommen immer umfangreicher elektronische Medien zum Einsatz.

Tarifparteien vereinbaren Ausbildungsvergütung

Der DVTA sieht eine Forderung seines Positionspapiers umgesetzt, die tariflich geregelte Ausbildungsvergütung der MTA-Schülerinnen und Schüler.
Der DVTA, Mitglied in der AG MFA und ver.di treffen sich am 17.01.2019, um die Neuregelungen der Ausbildungsvergütung zu erörtern.

Der DVTA unterstützt die Forderungen des Deutschen Frauenrates zu 100 Jahren Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung vollumfänglich

Es ist endlich Zeit auch den nicht akademischen Frauen-MINT- Berufen, wie denen der MTA-Berufe, die gleiche Anerkennung zukommen zu lassen, wie den entsprechenden nicht akademischen Männer-Mint-Berufen, wie z.B. dem Mechatroniker.
MTA sind wichtig für die Patientensicherheit, denn "Ohne MTA keine Diagnostik, ohne Diagnostik keine Therapie!".  Alle Akteure des Gesundheitswesens können eine optimale Patientenversorgung nur gewährleisten, wenn sie wertschätzend und auf Augenhöhe miteinander handeln, gleichen Lohn für gleiche Arbeit wie gleichwertige Aufstiegs- und Fördermöglichkeiten erhalten. Demokratie bedingt, dass alle Geschlechter gleich(wertig) behandelt werden.

Forderung zur besseren Versorgung mit Medizinisch-technischen Assistenten

Patienten haben einen Anspruch auf eine effiziente und effektive Gesundheitsversorgung. Rund 98.000 Medizinisch-technischen AssistentInnen (kurz MTA), der vier Fachrichtungen Laboratoriumsmedizin, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsversorgung, da sie erst die ärztliche Diagnostik und Therapie ermöglichen.

Berufsporträt MTA

In der Berliner Morgenpost ist ein interessanter Artikel zur Ausbildung vom MTA im Lette-Verein erschienen.
 
Den Artikel finden Sie hier.

Zweiklassen - Gesundheitsberufe!

Das Symposium des Bundesministeriums für Gesundheit zur "Akademisierung von Ausbildungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe" am 14.11.2018 in Köln ist nur offen für in der Modellklausel befindliche Therapie - und Hebammenberuf.
Andere Therapieberufe, wie z.B. die DiätassistentInnen (DA) oder die MTA-Berufe, denen (MTA) die Empfehlungen des Wissenschaftsrates und zahlreicher im Auftrag des BMG in Auftrag gegebener Gutachten, klar eine Empfehlung für eine (Teil-)Akademisierung gegeben haben und deren Berufe im europäischen Ausland nahezu vollumfänglich hochschulisch ausgebildet werden, werden nicht zur Veranstaltung zugelassen. Dabei wäre diese auch für Ihre Zukunft wichtig. MTA und DA sind keine Gesundheitsberufe der 2. Klasse! Auch Ihre Ausbildung bedarf dringend einer Novellierung und hochschulischer Ausbildungsmöglichkeiten.
 

Hintergrund:
Der DVTA hatte sich für das BMG-Symposium "Akademisierung von Ausbildungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe" am 14.11.2018 in Köln angemeldet. Mit Mail vom 23.10.2018 folgte eine Ausladung durch den Veranstalter mit nachfolgender Begründung:.
"Das Symposium zur "Akademisierung von Ausbildungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe" am 14.11.2018 in Köln ausschließlich mit der Vorbereitung des Berichts des Bundesministeriums für Gesundheit an den Deutschen Bundestag gemäß § 9 Absatz 4 Satz 1 Masseur- und Physiotherapeutengesetz, § 4 Absatz 7 Satz 1 Ergotherapeutengesetz, § 4 Absatz 7 Satz 1 Logopädengesetz sowie § 6 Absatz 5 Satz 1 Hebammengesetz befasst und thematisiert dementsprechend nur Fragen, die unmittelbar die Evaluierung der Modellvorhaben in den Berufen der Ergotherapeuten, Logopäden, Hebammen sowie Physiotherapeuten betreffen.
Aus diesem Grund muss ich Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihre Registrierung für diese Veranstaltung nicht berücksichtigen können. Eine Öffnung der Veranstaltung für andere Berufsgruppe ist auf Grund der begrenzten Platzgegebenheit leider nicht möglich. Das Gesamtkonzept zur Neuordnung und Stärkung der Gesundheitsfachberufe ist nicht Gegenstand der Veranstaltung. Hierfür wird es in den nächsten Monaten eine separate Veranstaltung geben."