Das Berufsbild MTLA...

Medizinisch-technische LaboratoriumsassistentInnen (MTLA) führen selbstständig und eigenverantwortlich die notwendigen laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen durch, die von Ärzten für die Krankheitserkennung, -behandlung und -vorsorge benötigt werden. Circa 70% aller Diagnosen werden auf der Grundlage der laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen gestellt.

Die Aufgabengebiete der MTLA sind sehr breit gefächert und werden in vier große Fachgebiete eingeteilt, die sich nochmals in spezielle Fachteile untergliedern.

In jedem der Fachgebiete werden laboratoriumsmedizinische Untersuchungen mit verschiedensten Analysentechniken, die von einfachen Farb- oder Trübungstests bis zu hochkomplexen molekularbiologischen Untersuchungsgängen reichen, durchgeführt.

Diese Analytik ist durch unterschiedlichste Qualitätssicherungsmaßnahmen in ein Qualitätsmanagementsystem eingebunden, dass durch MTLA auf- und ausgebaut wird. Dabei kommen immer umfangreicher elektronische Medien zum Einsatz.

DVTA begrüßt Überprüfung medizinischer Einrichtungen im Interesse des Patientenschutzes

Gemäß einem Artikel der Ärzte Zeitung online vom 30.01.2018 haben die für Arbeitsschutz in NRW zuständigen Behörden insgesamt 265 Herzkatheter-Arbeitsplätze in 120 Kliniken und 21 Praxen geprüft. Es ging dabei um die Fachkunde, die Sachverständigenprüfung an den Röntgengeräten, die Gefährdungsbeurteilung sowie die Unterweisung und Schutzausrüstung der Beschäftigten. In 137 Einrichtungen wurden Mängel festgestellt. In 71 Fällen wurden zehn oder mehr Mängel festgestellt.

Bündnis TA meldet sich bei Koalitionsverhandlungen zu Wort

Hamburg (01. Februar 2018) - In den noch laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD hat sich das Bündnis TA zu Wort gemeldet. In einem Brief an die Unterhändler der drei Parteien positionierten sich die im Bündnis zusammengeschlossenen fünf Verbände von technischen Assistentenberufen in Biologie, Chemie, Lifesciences, Medizin und Pharmazie am 30. Januar mit ihren Vorschlägen und Forderungen für die künftige Ausgestaltung sowohl der Ausbildung als auch der Berufstätigkeit der von ihnen vertreten 300.000 ArbeitnehmerInnen und Auszubildenden.

Fachkräftemangel MTA

Laut Krankenhausinstitut im Krankenhausbarometer 2016 herrscht Fachkräftemangel in den MTA-Berufen. Ein Drittel der Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten konnte im Frühjahr 2016 offene MTRA-Stellen nicht mehr besetzen. Bei MTLA stieg der Anteil der vom Fachkräftemangel betroffenen Häuser von vier Prozent (2011) auf 14 Prozent bei überproportionaler Betroffenheit der Großkrankenhäuser ab 600 Betten (23 Prozent). Es besteht daher dringender Handlungsbedarf. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, bedarf es moderner Ausbildungsgesetze und Karriereperspektiven für die MTA-Berufe.

Workshop „Bildungskonzept Zukunft“

Das Ziel des Workshops wird die Erstellung eines Diskussionspapiers hinsichtlich eines Ausbildungskonzepts zur Zukunft der MTA sein. Es ist uns wichtig, mit Ihnen zu diskutieren und ein Positionspapier zu erstellen, das 2018 der Jahreshauptversammlung als Antrag zur Verabschiedung vorgelegt werden soll.

Dem Gesundheitssystem droht ein „Kollaps von unten“

Immer weniger junge Menschen ergreifen technische Berufe in Medizin und Pharmazie

Während in der Politik der Mangel an Ärzten, Pflegekräften und Hebammen sowie zunehmend auch das Apothekensterben als lösungsbedürftig gesehen werden, bleibt ein mindestens ebenso großes Problem weitestgehend unbeachtet. Denn die Zahl der jungen Menschen, die sich für einen technischen Beruf im Gesundheitssystem entscheiden, nimmt trotz steigenden Bedarfs Jahr für Jahr dramatisch ab. Darauf weisen der DVTA - Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V. und der Bundesverband Pharmazeutisch technischer AssistentInnen (BVpta) hin.