Das Berufsbild MTLA...

Medizinisch-technische LaboratoriumsassistentInnen (MTLA) führen selbstständig und eigenverantwortlich die notwendigen laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen durch, die von Ärzten für die Krankheitserkennung, -behandlung und -vorsorge benötigt werden. Circa 70% aller Diagnosen werden auf der Grundlage der laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen gestellt.

Die Aufgabengebiete der MTLA sind sehr breit gefächert und werden in vier große Fachgebiete eingeteilt, die sich nochmals in spezielle Fachteile untergliedern.

In jedem der Fachgebiete werden laboratoriumsmedizinische Untersuchungen mit verschiedensten Analysentechniken, die von einfachen Farb- oder Trübungstests bis zu hochkomplexen molekularbiologischen Untersuchungsgängen reichen, durchgeführt.

Diese Analytik ist durch unterschiedlichste Qualitätssicherungsmaßnahmen in ein Qualitätsmanagementsystem eingebunden, dass durch MTLA auf- und ausgebaut wird. Dabei kommen immer umfangreicher elektronische Medien zum Einsatz.

Fachkräftemangel MTA

Laut Krankenhausinstitut im Krankenhausbarometer 2016 herrscht Fachkräftemangel in den MTA-Berufen. Ein Drittel der Allgemeinkrankenhäuser ab 100 Betten konnte im Frühjahr 2016 offene MTRA-Stellen nicht mehr besetzen. Bei MTLA stieg der Anteil der vom Fachkräftemangel betroffenen Häuser von vier Prozent (2011) auf 14 Prozent bei überproportionaler Betroffenheit der Großkrankenhäuser ab 600 Betten (23 Prozent). Es besteht daher dringender Handlungsbedarf. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, bedarf es moderner Ausbildungsgesetze und Karriereperspektiven für die MTA-Berufe.

Workshop „Bildungskonzept Zukunft“

Das Ziel des Workshops wird die Erstellung eines Diskussionspapiers hinsichtlich eines Ausbildungskonzepts zur Zukunft der MTA sein. Es ist uns wichtig, mit Ihnen zu diskutieren und ein Positionspapier zu erstellen, das 2018 der Jahreshauptversammlung als Antrag zur Verabschiedung vorgelegt werden soll.

Dem Gesundheitssystem droht ein „Kollaps von unten“

Immer weniger junge Menschen ergreifen technische Berufe in Medizin und Pharmazie

Während in der Politik der Mangel an Ärzten, Pflegekräften und Hebammen sowie zunehmend auch das Apothekensterben als lösungsbedürftig gesehen werden, bleibt ein mindestens ebenso großes Problem weitestgehend unbeachtet. Denn die Zahl der jungen Menschen, die sich für einen technischen Beruf im Gesundheitssystem entscheiden, nimmt trotz steigenden Bedarfs Jahr für Jahr dramatisch ab. Darauf weisen der DVTA - Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V. und der Bundesverband Pharmazeutisch technischer AssistentInnen (BVpta) hin.

Hat der Numerus Clausus in der Medizin ausgedient?

Zu der für den 4. Oktober anstehenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Zukunft des Numerus Clausus im Medizinstudium erklärt der DVTA:
Gute Abiturnoten sind kein Indiz für einen guten Mediziner.
Vielmehr sollte, das, was gute Ärztinnen und Ärzte ausmacht, insbesondere Empathie und der erklärte Wille Menschen als Ärztin oder Arzt helfen zu wollen, ein gewichtiges Auswahlkriterium sein, welches durch Eignungstest aber auch durch die Berücksichtigung von Berufserfahrung in der medizinischen Versorgung, wie z.B. als MTA, Notfallsanitäter etc., belegt werden kann. Dies wäre nicht nur ein Gewinn für die Patientenversorgung, sondern würde auch die Aufwertung der Gesundheitsfachberufe und mehr Durchlässigkeit mit sich bringen.

Hinweis Fersehsendung zum Unfallkrankenhaus Berlin

Sender: RBB

Mo 11.09.2017 | 21:00 - 21:45
- Auf Leben und Tod - Das Unfallkrankenhaus Berlin (1/8)

Frau Jaqueline Mülter "STEMO - MTRA im Rettungsdienst".
Auf der Rettungsstelle haben Annegret Zech, die erfahrene Unfallchirurgin und Stefanie Gottstein, die "Neue" zusammen Dienst. Sie verarzten kleine Wunden, brauchen aber auch ihre volle Konzentration für Unfallopfer mit schwersten Verletzungen.
Das Stroke Einsatz Mobil hat alles "an Bord", was zur Diagnose und Erstversorgung eines Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall benötigt wird. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus kann Wolfgang W. von der gezielten Hilfe profitieren. Überraschend schnell kann er sogar wieder nach Hause.

Mo 18.09.2017 | 21:00 - 21:45
- Auf Leben und Tod - Das Unfallkrankenhaus Berlin (2/8)